19. März 2019

Verbundprojekt „Closed Carbon Cycle Mobility“ entwickelt klimaneutrale Kraftstoffe für die Mobilität von morgen

Aachen, März 2019 – Im vergangenen Jahr ist das von der FEV Europe GmbH koordinierte Verbundprojekt „Closed Carbon Cycle Mobility – Klimaneutrale Kraftstoffe für den Verkehr der Zukunft“ (C3-Mobility) gestartet. Das Projekt wird im Rahmen der Förderinitiative „Energiewende im Verkehr: Sektorkopplung durch die Nutzung strombasierter Kraftstoffe“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Es verfolgt das Ziel, in den kommenden drei Jahren neue Wege in die CO2-neutrale Mobilität der Zukunft aufzuzeigen. Hierfür haben sich 30 Partner in einem branchenübergreifenden Konsortium aus der Energieversorgung, der verfahrenstechnischen Industrie, Automobil- und Nutzfahrzeugmotorhersteller sowie Forschung und Entwicklung zusammengeschlossen.

In der Energie- und Klimaforschung gilt es, gemeinsam mit allen relevanten Akteuren Systemlösungen zu entwickeln. Somit dürfen Strom, Mobilität und Wärme nicht isoliert betrachtet werden, sondern müssen durch eine Sektorkopplung gemeinsam optimiert werden. Nur dadurch ist eine Koordination und kosteneffiziente Weiterentwicklung der verschiedenen Infrastrukturen möglich, die nötig ist, um den Anforderungen der künftigen, fluktuierenden Energiequellen (Sonne und Wind) gerecht zu werden.

Hierbei sind flüssige Energieträger ein sehr effektiver Weg für den Transport und die Speicherung großer Energiemengen. Besonders sinnvoll ist die Nutzung von regenerativ erzeugtem Kraftstoff auf der Basis von Methanol. Neben einer direkten Nutzung als Kraftstoff soll in C3-Mobility auch die Weiterverarbeitung in andere Kraftstoffe untersucht werden. Auch Wege, wie heute schon durch Beimischung strombasierter Kraftstoffe die CO2-Flottenemissionen gesenkt werden können, sind aufzuzeigen. Dazu soll synthetisches Benzin (durch einen „Methanol-to-Gasoline-Prozess“) in einer Demonstrationsanlage produziert und seine Nutzung im Ottomotor dargestellt werden. Daneben werden, ebenfalls basierend auf Methanol, auch weitere Kraftstoffe für die dieselmotorische Anwendung untersucht und bewertet.

Das Konsortium C³-Mobility wird die Fahrzeugtauglichkeit der neuen Kraftstoffe unter realen Fahrbedingungen bestimmen. Dabei wird eine ganzheitliche Bewertung hinsichtlich ihres Wirkungsgrades und ihrer Umweltverträglichkeit in den Herstellungs- und Verbrauchsketten sowie in Vertrieb und Markteinführung vorgenommen.


Dieses Forschungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

Über FEV
Die FEV Gruppe mit Hauptsitz in Aachen, Deutschland, ist ein international anerkannter Dienstleister in der Fahrzeugentwicklung. Das Kompetenzspektrum von FEV umfasst Consulting, Entwicklung und Erprobung innovativer Fahrzeugkonzepte bis hin zur Serienreife. Neben der Motoren- und Getriebeentwicklung, der Fahrzeugintegration, der Kalibrierung und Homologation moderner Otto- und Dieselmotoren kommt der Entwicklung von hybriden und elektrifizierten Antriebssystemen sowie alternativen Kraftstoffen eine immer größer werdende Bedeutung zu. Hierbei ist auch die Weiterentwicklung elektronischer Steuerungen sowie die voranschreitende Vernetzung und Automatisierung von Fahrzeugen im Fokus der Experten.

Das Produktportfolio von „FEV Software und Testing Solutions“ vervollständigt dieses Angebot durch die Produktion moderner Prüfstandseinrichtungen und Messtechnik sowie Softwarelösungen, die zu einer effizienteren Entwicklung beitragen und signifikante Arbeitsschritte von der Straße in den Prüfstand oder gar in die Simulation verlegen.

Als global agierender Dienstleister bietet das Unternehmen seinen Kunden aus der Transportbranche diese Leistungen weltweit an. Die FEV Gruppe beschäftigt über 6400 hochqualifizierte Spezialisten in modernen, kundennahen Entwicklungszentren an mehr als 40 Standorten auf fünf Kontinenten.