01. Juli 2019

Brennstoffzellen­entwicklung bei FEV: Aachen stärkt Wasserstoff-Infrastruktur

FEV Fiat BREEZE!

FEV Fiat BREEZE!

Aachen, 1. Juli 2019 – Am vergangenen Freitag wurde an einer Tankstelle in Aachen die erste Wasserstoff-Zapfsäule in Betrieb genommen. Zur offiziellen Eröffnung war auch der Entwicklungsdienstleister FEV vor Ort, der im Bereich der Brennstoffzellentechnologie an zukunftsweisenden Konzepten arbeitet.

Mit der RWTH, dem Engineering Dienstleister FEV sowie weiteren innovativen Automobilherstellern gilt Aachen in Deutschland mittlerweile als Kompetenzzentrum, wenn es um die Mobilität der Zukunft geht. Daher ist es nur konsequent, dass in der Region nun die erste Wasserstoff-Tankstelle in Betrieb genommen wurde. 

„Auch wenn die batterieelektrischen Fahrzeuge in der öffentlichen Diskussion aktuell als die Alternative zum klassischen Verbrennungsmotor gehandelt werden, bietet der Brennstoffzellenantrieb viele Vorteile“, so Professor Stefan Pischinger, President & CEO der FEV Group GmbH, und ergänzt: „Zum einen stößt ein solches Fahrzeug keine Schadstoffe aus und hält die Luft in den Städten sauber, zudem dauert die Betankung mit Wasserstoff nur wenige Minuten und liefert Reichweiten von bis zu 700 Kilometern.“  

Das macht diese Antriebsform insbesondere für den Gütertransport durch Nutzfahrzeuge und im Schienenverkehr zu einer interessanten Option, da hierbei lange Distanzen zurückgelegt werden. Beim Fahrkomfort brauchen beim Brennstoffzellenantrieb ebenfalls keine Abstriche gemacht zu werden. Fahrverhalten, Beschleunigung und Akustik entsprechen den batterieelektrisch betriebenen Fahrzeugen. Die hohen Anschaffungs- und Betriebskosten der Fahrzeuge sowie die geringe Anzahl an Wasserstofftankstellen verhinderten allerdings bislang die Marktdurchdringung. 

Bereits seit mehr als zwanzig Jahren arbeitet FEV an Lösungen, die die Brennstoffzelle als Antriebsalternative effizienter und praktikabler machen. Auf speziellen Prüfständen untersucht und optimiert das Unternehmen dafür weltweit Brennstoffzellensysteme mit Leistungen von bis zu 200 kW. Auch Umwelttests auf System- und Fahrzeugebene sind möglich. In zahlreichen Entwicklungsprojekten zur Auslegung von Brennstoffzellensystemen, Fahrzeugbenchmarks und Kosten¬analysen arbeitet FEV daran, diese Antriebstechnologie für ein breites Spektrum an Zielanwendungen nutzbar zu machen. Mit dem Projekt BREEZE! konnte FEV bereits 2015 anhand eines Demonstrator-Fahrzeugs zeigen, dass eine Brennstoffzelle selbst in kleinen Fahrzeugtypen wie dem Fiat 500 sinnvoll eingesetzt werden kann. 

Mit der jüngst eröffneten Wasserstofftankstelle in Aachen wird die Infrastruktur in der Metropolregion Rheinland gestärkt. Bis Ende des Jahres soll die Infrastruktur in Deutschland auf insgesamt 100 Wasserstofftankstellen ausgebaut werden.

Über FEV
Die FEV Gruppe mit Hauptsitz in Aachen, Deutschland, ist ein international anerkannter Dienstleister in der Fahrzeugentwicklung. Das Kompetenzspektrum von FEV umfasst Consulting, Entwicklung und Erprobung innovativer Fahrzeugkonzepte bis hin zur Serienreife. Neben der Motoren- und Getriebeentwicklung, der Fahrzeugintegration, der Kalibrierung und Homologation moderner Otto- und Dieselmotoren kommt der Entwicklung von hybriden und elektrifizierten Antriebssystemen sowie alternativen Kraftstoffen eine immer größer werdende Bedeutung zu. Hierbei ist auch die Weiterentwicklung elektronischer Steuerungen sowie die voranschreitende Vernetzung und Automatisierung von Fahrzeugen im Fokus der Experten.

Das Produktportfolio von „FEV Software und Testing Solutions“ vervollständigt dieses Angebot durch die Produktion moderner Prüfstandseinrichtungen und Messtechnik sowie Softwarelösungen, die zu einer effizienteren Entwicklung beitragen und signifikante Arbeitsschritte von der Straße in den Prüfstand oder gar in die Simulation verlegen.

Als global agierender Dienstleister bietet das Unternehmen seinen Kunden aus der Transportbranche diese Leistungen weltweit an. Die FEV Gruppe beschäftigt über 6400 hochqualifizierte Spezialisten in modernen, kundennahen Entwicklungszentren an mehr als 40 Standorten auf fünf Kontinenten.